Zwischen den Welten – Flucht und Heimat bei Bloch

Vortrag von Klaus Kufeld

Kaum einer wie der große Ludwigshafener Philosoph Ernst Bloch ist durch alle Sphären des 20. Jahrhunderts gegangen, ein wortgewaltiger und historischer Zeuge des „Zeitalters der Extreme“ (Eric J. Hobsbawm) mit zwei Weltkriegen, Genoziden und Revolutionen. Dazu gehören für Bloch auch Flucht und Exil. Ein Geflüchteter, der in den Exilstationen Schweiz, Wien, Paris, Prag und USA, wo sein Hauptwerk „Das Prinzip Hoffnung“ entsteht, allen Widrigkeiten trotzt. Schließlich Leipzig und die schmerzliche Erfahrung des Real-Sozialismus. Doch Bloch gibt seine Ziele, seine Werktreue nie auf, sie kulminieren in der Utopie von Heimat.
Dr. Klaus Kufeld wird in seinem jährlichen Bloch-Vortrag diesen dramatischen Lebensweg des Philosophen zum Anlass nehmen, um für das Leben der heutigen Flüchtenden „zwischen den Welten“ und ihre Art Heimat zu finden zu sensibilisieren. Der notwendige Hintergrund für diese Betrachtung ist durchaus die heutige kritische Weltlage (Quelle: www.bloch.de)

Aufzeichnung vom 6. Oktober aus dem Ernst-Bloch-Zentrum Ludwigshafen

Sendetermin:  19.01.22 | 08:44 Uhr

Verantwortlich:  Björn Bretschneider, 67551 Worms